de / it / en

Die Geschichte der vinschgauBIKE Schule

Die Geschichte der Bikeschule vinschgauBIKE hängt eng mit der Entwicklung des Vinschgaus als Mountainbike Region zusammen.

Noch bevor die Bikeschule gegründet wurde, zogen Matze Gruber, Sigi und Welti Rinner los, um das Tal unter den Mountainbikern bekannt zu machen. Nach mehr als 10 Jahren harter Aufbau Arbeit, welche von den Partnern von vinschgauBIKE stets mitgetragen wurde, ist der Vinschgau nun zu den Top Regionen der Alpen gewachsen.

Die Meilensteine

1999 - Die Gründung von www.mountainbiker.it

Matze Gruber, hatte sich soeben als Webdesigner selbstständig gemacht, Sigi Rinner schloß soeben das Studium als Agronom und Forstwirt ab, Welti Rinner, Landwirt war in der Freizeit viel mit dem Mountainbike auf Tour und Rennen unterwegs.

Was uns sehr wurmte, war die Erkenntnis, daß der Vinschgau unter Mountainbikern gänzlich unbekannt war, einzig die berühmten Transalp Übergänge wie das Madritschjoch, Uinaschlucht, Tarscherpass oder das Eisjöchl waren bekannt.

Die Bestandsaufnahme war schnell gemacht: es gibt keine brauchbaren und bezahlbaren Mountainbike Karten, somit entschieden wir uns, das Tal mit GPS zu erfassen. Bilder, Texte, Wegbeschreibungen und GPS Daten wurden gesammelt und anfangs 2000 in die Datenbank von www.mountainbiker.it übernommen.

Das Projekt wurde von privaten Touristikern sehr schnell aufgenommen und unterstützt, somit entstand der erste Mountainbike Hotelverbund Südtirols.

2000 Launch

Im Frühling 2000 startete das Projekt www.mountainbiker.it mit 10 Partnerhotels im Vinschgau. Die GPS Erfassung im Vinschgau war im Herbst abgeschlossen, und somit weiteten wir das Revier schnell in den Meraner Raum aus, wo Sigi als Förster viele schöne Trails und Touren beisteuern könnte.

Die Mitgliedshotels von www.mountainbiker.it erkannten schnell, daß der Mountainbiker Ansprüche an die Bikehotels richtete, neben den GPS Daten und der GPS Software welche direkt von uns geliefert wurde, wurden schnell Bikekeller und Werkstätten für Biker angeschafft.

2001 Positive Zuwächse

In der zweiten Saison verzeichneten wir wiederum Zuwächse an Mountainbike Gästen , darunter viele Stammgäste, welche von den vinschger Trails nicht genug bekamen.

Wir verbesserten die GPS Software, es gab neue Touren im Vinschgau und Meran aber auch die Touren im Süden Südtirols und in den Dolomiten wuchsen. Besonders durch die Dolomiten Touren bekam unsere Webseite viele Zugriffe von Bikern.

Das GPS Gerät am Lenker wurde langsam salonfähig, mit einem GPS Leihgerät pro Hotel war nicht mehr genug, die Nachfrage steigerte sich.

Erstmals erhielten die Hotels auch Anfragen an geführten Touren, weshalb wir uns um eine Ausbildung schlau machten - in Südtirol jedoch nicht fündig wurden.

2002 Projekt Mountainbike Ausbildung

Neben der Betreuung der Partnerbetriebe kümmerten wir uns um weitere Servicepartner rund ums Mountainbiken, der erste Bikeshuttle im Vinschgau nahm den Dienst auf und sorgte mit seinem 9-Sitzer für die notwendige Mobilität unter den Bikern.

Sigi und ich nutzten die Möglichkeit, eine Ausbildung zum "Radwanderführer" mit Unterstützung des ESF (Europäischer Sozialfond) ins Leben zu rufen. Nachdem aus den 70 Bewerbern aus ganz  Südtirol 10 zukünftige Guides ausgewählt wurden, startete 2003 die 1. Ausbildung zum Radwanderführer und Bikeguide in Südtirol.

Unter diesen Guides der ersten Stunde sind drei in der Bikeschule vinschgauBIKE integriert, weitere gründeten Bikeschulen in Südtirol.

2003 Südtirol ist erhoben

Mehr als 180 Mountainbike Touren in Südtirol waren erhoben, und ein Relaunch der Seite stand bevor.

Ein wichtiger Schritt für die Bikehoteliers war die Zusammenarbeit zwischen uns und der Firma compeGPS, wir lieferten wichtigen Input um die Software compeGPS Land weiter zu entwickeln.

Mit eigenen digitalen Lankarten konnten wir ein weiteres Defizit abdecken, und den Hotels auch eine brauchbare Hintergrundkarte (auch in 3D) liefern.

Die Partnerbetriebe in Südtirol wuchs auf mehr als 30 Partnerhotels, welche die Standards von www.mountainbiker.it einhielten.

2004 Die ersten Bikeguides

2004 schlossen die 10 Bikeguides unter der Leitung von Matze Gruber und Sigi Rinner erfolgreich die Ausbildung zum Bikeguide ab.

Im Frühsommer wurde die Bikeschule vinschgauBIKE gegründet, welche für die 15 Partnerbetriebe ein Programm an geführten Touren bot. Die Anzahl der Shuttlebetriebe wurde auf 5 Shuttles gesteigert, somit konnte der steigende Bedarf an Biketransporten im Vinschgau garantiert werden.

2005 Ein aufregendes Jahr

2005 fuhr erstmals seit 20 Jahren die vinschger Bahn wieder, mit dem Konzept Bahn und Bike bewarben die Betreiber das Zugfahren und Ausleihen von Bikes an den Bahnhöfen.

Leider verstanden die Biker darunter aber den  Bahntransport mit dem eigenen Bike. Täglich gab es chaotische Zustände an den Bahnhöfen überfüllte Wagone und viel Unmut.

2005 launchte Google den Dienst Google Maps, www.mountainbiker.it war eine der ersten Seiten, welche die GPS Daten per Google Maps darstellte.

2006 MountainBIKE Testival

2006 gab es den ersten großen Ritterschlag für die Bikeschule vinschgauBIKE und den Vinschgau.

Ralf Glaser, MountainBIKE Reiseredakteur veröffentlichte den ersten Reisebericht über das Vinschgau, und verhalf dem Tal somit zu einer großen Medienpräsenz.

Gleichzeitig wurde die Bikeschule vinschgauBIKE vom Tourismusverein Latsch beauftragt, das Guiding und Shutteling am MountainBIKE Testival zu betreuen. Mehr als 80 Teilnehmer, fast das Doppelte als im Vorjahr in der Lenzerhaide folgten dem Ruf des MountainBIKE Magazins und genossen einen traumhaften Saisonsausklang in Latsch.

2007 Weitere Publicity

Weitere Artikel in Zeitschriften und eine werbende Stammgäste Schicht, der  Vinschgau wurde immer bekannter und geschätzer unter den Bikern.

Auch in diesem Jahr fand das Testival wieder in Latsch statt, die Besucherzahl konnte wiederum um gut die Hälfte auf 130 Teilnehmer gesteigert werden.

2008 Schattenseite des Rumes

Die ersten Sperrungen im Vinschgau wurden ausgesprochen.

Vorausgegangen sind rücksichtslose Mountainbiker, welche weder Rücksicht auf die Wegnutzer, noch auf die Wiesen und Weiden nahmen. Den ganzen Winter lang nutzten einheimische und auswärtige Freerider die St. Martin Trails auf die rücksichtsloseste Art.

Die Reklamationen der Bergbauern beim örtlichen Tourismusverein verhallten, somit wurde die Problematik in der Gemeindestube ausgetragen. Zum Ergebnis der Sitzung wurde festgehalten, daß die Seilbahn ab sofort keine Bikes mehr transportiert.

vinschgauBIKE versprach weiterhin, daß keine Shuttles Biker nach St. Martin transportieren. Als Kompromiss konnten die Trails von St. Martin offen bleiben.

2009 Richtungsweisend

Als der Bürgermeister von Stilfs Hofer Josef im Frühsommer den Goldsee Weg für Biker sperren ließ, ging endlich eine Protestwelle durch das Tal. Die Argumente: Erosion und Sicherheit konnte die Bikecommunity im Vinschgau nicht akzeptieren. Die Medien nahmen die positive Meldung auf, und empfahlen Alpencrosser, den Vinschgau weit zu umfahren.

Im Sommer gab es ein privates Gespräch zwischen Matze, Sigi und den Vertretern der Bezirksgemeinschaft  Vinschgau, mit der Bitte um Legalisierung des Mountainbikens im Vinschgau.

Nach dem der Tourismus hinzugezogen wurde, wurde folgende Vereinbarung getroffen: Matze Gruber arbeitet ein Wegenetz an Wegen und Trails aus, die Bürgermeister des Tales sorgen bei den Grundeigentümern (großteils Fraktionen) für die Genehmigung der Wege.

Die Karte war im Juli fertig, es dauerte aber bis November, um die Genehmigung des Tourismusverbandes einzuholen.

Im Jänner 2010 wurde die Karte mit gut 300 km Trails im Vinschgau an die Bürgermeister übergeben, aber der anstehende Wahlkampf legte das Projekt auf Eis.

2010 der größte Schritt

Die unentgeltlichen Vorarbeiten für die Karte war geleistet, und dieses Produkt schien in der Schublade der Verwalter zu verschwinden.

Um den Bikern dieses Instrument nicht vorzuenthalten, habe ich mich entschlossen, das Produkt auf den Markt zu bringen. Zwar gab es einige Aufregungen im Tal, aber die erste topographische Mountainbike Karte Südtirols war ein positives Signal für die Bikeregion Südtirol.

Im gleichen Zug entwickelte Matze und das vinschgauBIKE Team den Mountainbike Routenplaner, ein innovatives Projekt zum perfekten Planen von Touren. Der Routenplaner geht ab April 2011 online.

2011 Saisonsrückblick

Punkt heute um 16.00 Uhr schließt die Bikeschule vinschgauBIKE die Tore für die Saison 2011. Genau jetzt ist der ideale Zeitpunkt, ein wenig Rückschau zu halten.

Das Jahr 2011 startete bereits im Sommer 2010 mit jeder Menge an Vorbereitung - Bilder für diverse Anzeigen gehören in den Kasten - das Spezialprogramm will durchgeplant werden - und jede Menge andere Entscheidungen werden auf den Weg gesetzt.

Mitte Oktober 2010 kam dann die große Entscheidung zum trails!BOOK Vinschgau, direkt nach dem letzten Fotoshooting für den Tibettrail Special Artikel in der Bike und den Planungen zum Sonnenberg-Cross.

Daß der Winter so extra bikerfreundlich sein sollte kam uns sehr entgegen, stand doch in der 04/11 Ausgabe der Bike der Sonnenberg-Cross groß als erste Etappentour für Alpencross Freunde drinnen - und zag zag waren die wenigen Urlaub auf dem Bauernhof Zimmer am Sonnenberg schnell ausgebucht. Durch das späte Ostern öffneten die Betriebe im Tal erst Anfangs April und es war sehr aufwändig, den Sonnenber Crossern diverse Unterkünfte zu besorgen.

"Furz-trocken" startete vinschgauBIKE anfangs April mit seinem geregelten Wochenprogramm mit einigen Neuerungen. Neuerung 1 war das Easy und Expert Programm, nicht wie anderswo zwei geführte Touren mit unterschiedlichen Zielen, sondern wenn an so will, das Beste aus drei geführten Touren. Easy bergauf heißt meist - bergauf mit Shuttleunterstützung - gemeinsames Treffen beim Mittagessen auf der Alm und Bergab Trails pur in der Expert Gruppe.

Das Konzept etablierte sich glänzend, viele unserer Gäste lobten die vielfältigen Möglichkeiten und die Wechselmöglichkeiten unterwegs.

Neurung Nr. 2 war die Zusammenarbeit unserer Bikeschule mit dem Verbund bikereldorado aus Latsch, die Bikehotels übernahmen unser Wochenprogramm und ergänzten deren Touren am Wochenende, somit gab es seit 2011 rund um die Woche ein Tourenprogramm für unsere Gäste.

Mitten zum Wochenprogramm boten wir noch einige Highlight Events wie die Beginner Wochen, zwei geführte Sonnenberg Crosses und diverse andere Spezialwochen.

Bis Anfangs Juni fiel kein Regentropfen im Vinschgau und besonders bei den heißen Ferienzeiten wie Ostern, Fronleichnahm und Pfingsten gab es durchwegs Mountainbike Testival Teilnehmer Zahlen mit gut 40-50 Teilnehmern pro Tag, eine Herausforderung die kurzzeitig fast alle Guides und Shuttles von vinschgauBIKE forderte.

Erstmals Anfangs Juni war endlich genug mit Staub und Trockenheit - kurzzeitig regnete es fast zeitägig nachmittags oder nachts - und im juli fielen genau 4 Touren ins Wasser. Ende Juni stellte das Wetter wieder um und der heiße Sommer startete mit den ersten Touren rund um das Stilfserjoch. Besonders der Tibettrail war heiß begehrt - aber auch gefürchtet, die mahnenden Worte von Ralf Glaser schallten bei vielen im Kopfe. Anfangs August kam die längst ersehnte Nachricht aus den Ratsstuben von Stilfs, der Goldsee Weg kann wie von Matze Gruber vorgeschlagen, zeitlich geregelt wieder gefahren werden.

By the way August - normalerweise das Urlaubsmonat der Italiener - und deshalb im ganzen Tal kein Zimmer frei für Biker! Dieses Jahr war alles anders, der Biker fand auch im August sein Zimmer und somit heißen wir viele Stammgäste vom Frühling oder Herbst auch im Sommer willkommen, es bot sich nun die Gelegenheit, das Vinschgau over 2500 m. vorzustellen und da hat das vielfältigste Tal der Alpen viel zu bieten. Ich spreche von Madritschjoch, das Alta Rezia Gebiet, das Eisjöchl ....

Nachdem sich der Sommer temperatur mäßig eh schon bis Ende September gehalten hatte kam über Nacht der kalte Schlag, es hat bis auf 1700 m. heruntergeschneit und die Temperaturen vielen um gut 15 Grad. Schechte Laune - nein - nein, es dauerte nur wenige Tage und dann waren die 70 cm Neuschnee am Stilfserjoch wieder schneefrei - genau zum Tag der dt. Einheit.

Zwar fehlte im Vinschgau das Saisonshighlight mit dem Testival - aber dieses Event hätte uns in diesem Jahr wirklich körperlich zerstört, denn ab Oktober war für jeden Guide eine Pause absolut wichtig.

Im Oktober fanden die Guides noch Zeit, einen neuen Trail einzufahren und nun gibt es mal ein wenig Pause und dann Trailpflege.

Die Bikeschule vinschgauBIKE bedankt sich bei seinen treuen Freunden und Gästen - bis auf nächstes Jahr.

Wichtig: Wir haben unsere gut 2500 Teilnehmer auch dieses Jahr unfallfrei durch die Saison bekommen. Zwar gab es den einen oder anderen Stich, die eine oder andere Prellung aber immer mit einem Lächeln im Gesicht.

Wir sehen uns:

Matze, Carry, Welti, Schorsch, Gabs, Cris, Flipsi, Erni und unsere Shuttle Driver Stegge, Heiko, Berni & Co.